Der Berufsbildungsbereich
Im Berufsbildungsbereich der Oberurseler Werkstätten sollen sich Menschen mit
Behinderung durch aktives Lernen gemäß ihrer eigenen individuellen Struktur entwickeln können. Lernen und pädagogisches Handeln orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen und Besonderheiten jedes einzelnen und sollen diese begleiten und unterstützen. So sollen Kompetenzen für eine selbstbestimmte, selbstbewußte Gestaltung der sozialen Gemeinschaft im Allgemeinen und der Arbeitswelt im Besonderen vermittelt und das Fähigkeitsspektrum erweitert werden. Um die Förderungen im beruflichen Bereich, im Bereich der lebenspraktischen Fähigkeiten, des Sozialverhaltens und der Allgemeinbildung planmäßig und individuell gestalten zu können, werden im Berufsbildungsbereich der Oberurseler Werkstätten verschiedene Maßnahmen umgesetzt.
Ausgehend von den Fähigkeiten der Einzelnen werden Lerninhalte und Schwerpunkte in zwei Lerngruppen differenziert.
Die Lerngruppe A ist inhaltlich eher arbeitsplatz- bzw. tätigkeitsorientiert. Die Förderung der Selbständigkeit im lebenspraktischen Bereich, psychomotorische Förderung und die Förderung im sozio-emotionalen Bereich stehen hier im Vordergrund.
Die Lerngruppe B ist berufsfeldorientiert. Hier spielen die Förderung der Allgemeinbildung, das selbständige und flexible Umsetzen von (Arbeits-)aufgaben eine wichtige Rolle. In Zusammenarbeit mit der internen Fachkraft für berufliche Integration (FBI) wird diese Gruppe auch gezielt auf die Anforderungen des freien Arbeitsmarktes vorbereitet werden.
Während des Verlaufs der Maßnahme im BBB ist ein Wechsel zwischen den Lerngruppen möglich.